Bayerisches Netzwerktreffen 2012

Aufruf zum Mitbestimmen!

Hallo liebe Permakulturfreunde aus Bayern,

es geht um das heurige Netzwerktreffen. Das Permakulturnetzwerk Bayern geht jetzt ins 3. Jahr und die Zahl der Interessenten ist gestiegen. Das freut uns natürlich sehr. So soll es auch sein. Allerdings ist es immer schwierig geeignete Plätze zu finden, an dem man es auch einen ganzen Tag aushalten kann. Natürlich steht der Waldgarten und Seminarraum Laimer im Niederbayerischen zur Verfügung. Doch sollte es einen Ort geben, bzw. einen Permakulturisten, der in Bayern zentraler liegt, der Platz hat, sowohl draußen als auch unter Dach, z. B. ein großer Stadl, dann wäre hier die Möglichkeit gegeben sich zu melden.

Als Termin haben wir uns den 25. oder 26. August vorgemerkt. Eine Zeit kurz bevor die Haupternten beginnen, eine Zeit der Fülle.

Deswegen haben wir uns auch die Verkostung so vorgestellt, das einfach jeder etwas mitbringt und so füllt sich ein schönes großes Buffet, und wir können so  aus der ganzen bayerischen Fülle schöpfen.

Der Tag selbst wird sich wieder so gestalten, dass um 10 Uhr begonnen wird und bis ca. 17 – 18 Uhr der offizielle Teil beendet ist. Es wird wieder einige Vorträge geben, wobei der praktische, persönliche Teil und Austausch untereinander doch Vorrang haben sollte. Sollten wir es am Samstag machen, dann wäre die Möglichkeit noch gegeben evtl. zu zelten und die Zeit bis zum Sonntag zu nutzen um sich privat noch auszutauschen. Sonntags bricht es immer so abrupt auseinander.

Wir möchten Eure Meinung dazu hören, Ihr habt hier die Möglichkeit der Mitsprache.

Wir bedanken uns im Voraus und hoffen um rege Mitsprache,

das Organisatorenteam Hannelore Zech und Marko Kraft-Slacanin

Eure Meinung könnt Ihr hier hinterlassen, mir auf Facebook (Hannelore Zech) mitteilen oder unter post(at)permakulturnetzwerk-bayern mailen.

Aus aktuellem Anlass: Irrwitz und Wahnsinn Kernkraft

Im Handelsblatt vom 16.03.2011, einer Tageszeitung, die nicht gerade wegen ihrer Permakulturnähe verschrien ist, kann man/frau einen Kommentar von Jeremy Rifkin lesen, der an Klarheit kaum zu wünschen übrig lässt. Das angenehme daran: Jede/r, der/die rechnen kann, wird einem simplen Taschenrechner die Atom-Ideologen widerlegen können.

Ich empfehle zur Lektüre: Jeremy Rifkin sieht das Ende des Atomzeitalters gekommen

 

2. Jahrestreffen des Permakulturnetzwerk Bayern in Gauting bei München

Am 6. Februar 2011 haben sich 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bayern und dem Rest der Welt (u.a. BRD, Mexiko, Türkei) zum zweiten Jahrestreffen des Permakulturnetzwerk  Bayern  im Öko & Fair in Gauting / München eingefunden.

Schwerpunkte des Treffens waren: (1) einander in der gesamten Runde persönlich vorstellen und kennen lernen und (2) eigene Projekte vorstellen.

(1) Vielfältig waren die Zugänge und Motive, sich mit Permakultur im Allgemeinen zu beschäftigen und zu unserem Netzwerktreffen im Besonderen zu kommen. Zum Beispiel: (a) regionale Kontaktsuche: wer in meiner Wohnortnähe ist auch in Permakultur engagiert? …mit wem kann ich Erfahrungen austauschen, ggf. direkt zusammenarbeiten? (b) individuelle Themen: Alternativen zur gängigen Ernährung wegen Einschränkungen oder um Giften in den Nahrungsmitteln auszuweichen, (c) ich sehe, so werden wir in Gesellschaft und im Umgang mit der Mitwelt nicht weitermachen können, doch welche neuen Wege praktizieren andere, …auf dem Lande, …in der Stadt?

(2) vorgestellte Projekte:

(2.1) Hannelore und Anton Zech stellten sowohl ihr eigenes Projekt (Permakultur am Haus, im eigenen Garten, Spezialität Bodenbearbeitung mit Zwergschweinen) sowie das Projekt Waldgarten Laimer, beide in der Nähe von Landau an der Isar / Niederbayern. (weitere Infos unter: http://waldgarten.wordpress.com)

(2.2) Britta Herreiner stellte ihre Projekte vor, von denen eines in Kooperation mit der regionalen Arbeitsagenturen  im Raum Ammersee / Starnbergersee durchgeführt werden soll und ökologische wie soziale Aspekte gleichermassen beinhaltet. (weitere Infos unter: www.oekologiezentrum.de). Zudem soll eine Stiftung, aktuell in Gründung, Permakulturprojekte fördern.

(2.3) Anja Kraft und Marko Kraft-Slacanin aus Stallwang (Niederbayern, Bayerischer Wald) stellten ihr Projekt (Umorganisation eines Hofes, Neubau eines Strohballenhauses) mit dem Schwerpunkt Geomantie vor: erdenkraft.

(2.4.) Alexander Baretzky stellte sein Gut Lamplstätt (nahe Wasserburg am Inn) kurz vor (Nähere Infos unter:  http://www.lamplstaett.de) und verwies mit Carsten Essig auf den nächsten Permakulturzertifikatskurs mit Bernhard Gruber und Christoff Schneider. (Anmeldung unter: http://www.seventh-generation.de/seminare/permakultur/gut-lamplstaett.html)

(2.5) Die junge Familie Fuchs (mit dem jüngsten Teilnehmer im Maxicosi) berichtete von ihren Möglichkeiten als Mieter und der vermieterseitigen Unterstützung, verwies dabei auf die notwendige Bescheidenheit bei der Verwirklichung der eigenen Ziele, da Kräfte und Zeit doch begrenzt seien.

(2.6) Anna-Lisa Schmalz und Jörn Wiedemann stellten seitens der RegionalenWirtschaftsgemeinschaft das Komplementarwährungsprojekt REALO für den Raum München vor. Anlaß waren die Finanzmarktspekulationen, die Ende 2007 zu einer weltweiten Krise geführt hatte. Ziel des Projektes ist, eine „Währung“ zu schaffen, die regionales Wirtschaften stärkt und in ihrer Leistungskette letztlich auch krisenfest sein soll. In das Konzept wurden Ansätze bestehender Regionalwährungen aufgenommen und neu mit Tauschkreisaspekten kombiniert.  Näheres unter ReWiG München nachzulesen unter ReWiG München.

Carsten Essig hat uns noch etwas mit Kino der besten Art verwöhnt, nämlich mit einem engagierten Filmbericht: „Karl-Ludwig Schweisfurth – Handgemachte Lebensmittel in ökologischer Qualität“. Der Film und das Interview können hier gefunden werden: http://www.seventh-generation.de/projekte/europa/deutschland-k-l-schweisfurth.html

Pausen wurden zu regem Austausch in Gesprächen genutzt

Ich danke Hannelore Zech und Carsten Essig für die Organisation sowie Christiane Lüst für die Gastfreundschaft und das Tagungscatering im Öko & Fair, Gauting, Tel.: 089/89311054, www.oeko-und-fair.de, Berengariastraße 5 (hinter dem Sommerbad), 82131 Gauting

Georg Huber

Willkommen beim Permakulturnetzwerk Bayern

Am 21.02.2010 war es so weit. Das Gründungstreffen der Intitiative Permakulturnetzwerk Bayern.

Kleines Gruppenfoto

Biolandbau und ökologische Landwirtschaft sind für die meisten Menschen nicht mehr erklärungsbedürftig. Doch was ist unter Permakultur zu verstehen?

Ziel der Permakultur ist es, den Boden dauerhaft ökologisch verträglich und wirtschaftlich tragfähig zu nutzen. Permakultur ist auch eine Antwort auf die Krise, in die das weltweite Wirtschaftssystem durch das Erreichen des Ölfördermaximums („Peak Oil“) geraten wird. Permakulturelles Wirtschaften ist nicht nur „bio“, sondern ein systemischer Ansatz. So könnte auch die Lebensmittelversorgung in Stadt und Land sichergestellt werden, wenn es durch Ölverknappung zu teuer wird, Zucchini aus Sizilien oder Paprika aus Andalusien Tausende von Kilometern durch die Gegend zu karren. Folgerichtig lauten die „5R“ der Permakultur: refuse – reduce – reuse – repair – recycle, zu deutsch: (Müll) vermeiden – (Verbrauch von Bodenschätzen und Energie) verringern – (Gebrauchsgegenstände) wiederverwenden – wiederherstellen – Wertstoffe wieder in den Kreislauf einbringen.

Um die Ziele der Permakultur einer breiteren Öffentlichkeit nahe zu bringen, initiierten Hannelore Zech aus Landau an der Isar und Georg Huber aus Tiefenbach in der Oberpfalz ein Treffen von Permakultur-Aktiven. Sie begrüßten am Sonntag, 21. Februar, im Landauer Ristorante Pizzeria Gattopardo rund 20 Interessierte aus Landau, dem Allgäu, aus Ober- und Niederbayern sowie aus Österreich. Als Überraschungsgast brachte der österreichische Permaculturedesign-Kursleiter Christoff Schneider Oliver Holmgren mit, den 23-jährigen Sohn des australischen Mitbegründers der Permakulturbewegung, David Holmgren. Oliver erzählte kurz von seinem Leben in Meliodora, dem Wohnsitz seines Vaters, wo er in einer essbaren Landschaft („edible landscape“) aufwuchs.

Ein weiteres wichtiges Ziel der Initiative ist die Gründung eines bayernweiten Netzwerkes für Permakultur-Aktive. Als „Pate“ versteht sich der österreichische Verein Perma-Norikum (perma-norikum.net), dessen Obmann Hermann Gruber u. a. von Samentausch-Börsen, gemeinsamen Pflanzaktionen und einer Vereinsbibliothek berichtete.

Georg Huber