Am 6. Februar 2011 haben sich 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bayern und dem Rest der Welt (u.a. BRD, Mexiko, Türkei) zum zweiten Jahrestreffen des Permakulturnetzwerk Bayern im Öko & Fair in Gauting / München eingefunden.
Schwerpunkte des Treffens waren: (1) einander in der gesamten Runde persönlich vorstellen und kennen lernen und (2) eigene Projekte vorstellen.
(1) Vielfältig waren die Zugänge und Motive, sich mit Permakultur im Allgemeinen zu beschäftigen und zu unserem Netzwerktreffen im Besonderen zu kommen. Zum Beispiel: (a) regionale Kontaktsuche: wer in meiner Wohnortnähe ist auch in Permakultur engagiert? …mit wem kann ich Erfahrungen austauschen, ggf. direkt zusammenarbeiten? (b) individuelle Themen: Alternativen zur gängigen Ernährung wegen Einschränkungen oder um Giften in den Nahrungsmitteln auszuweichen, (c) ich sehe, so werden wir in Gesellschaft und im Umgang mit der Mitwelt nicht weitermachen können, doch welche neuen Wege praktizieren andere, …auf dem Lande, …in der Stadt?
(2) vorgestellte Projekte:
(2.1) Hannelore und Anton Zech stellten sowohl ihr eigenes Projekt (Permakultur am Haus, im eigenen Garten, Spezialität Bodenbearbeitung mit Zwergschweinen) sowie das Projekt Waldgarten Laimer, beide in der Nähe von Landau an der Isar / Niederbayern. (weitere Infos unter: http://waldgarten.wordpress.com)
(2.2) Britta Herreiner stellte ihre Projekte vor, von denen eines in Kooperation mit der regionalen Arbeitsagenturen im Raum Ammersee / Starnbergersee durchgeführt werden soll und ökologische wie soziale Aspekte gleichermassen beinhaltet. (weitere Infos unter: www.oekologiezentrum.de). Zudem soll eine Stiftung, aktuell in Gründung, Permakulturprojekte fördern.
(2.3) Anja Kraft und Marko Kraft-Slacanin aus Stallwang (Niederbayern, Bayerischer Wald) stellten ihr Projekt (Umorganisation eines Hofes, Neubau eines Strohballenhauses) mit dem Schwerpunkt Geomantie vor: erdenkraft.
(2.4.) Alexander Baretzky stellte sein Gut Lamplstätt (nahe Wasserburg am Inn) kurz vor (Nähere Infos unter: http://www.lamplstaett.de) und verwies mit Carsten Essig auf den nächsten Permakulturzertifikatskurs mit Bernhard Gruber und Christoff Schneider. (Anmeldung unter: http://www.seventh-generation.de/seminare/permakultur/gut-lamplstaett.html)
(2.5) Die junge Familie Fuchs (mit dem jüngsten Teilnehmer im Maxicosi) berichtete von ihren Möglichkeiten als Mieter und der vermieterseitigen Unterstützung, verwies dabei auf die notwendige Bescheidenheit bei der Verwirklichung der eigenen Ziele, da Kräfte und Zeit doch begrenzt seien.
(2.6) Anna-Lisa Schmalz und Jörn Wiedemann stellten seitens der RegionalenWirtschaftsgemeinschaft das Komplementarwährungsprojekt REALO für den Raum München vor. Anlaß waren die Finanzmarktspekulationen, die Ende 2007 zu einer weltweiten Krise geführt hatte. Ziel des Projektes ist, eine „Währung“ zu schaffen, die regionales Wirtschaften stärkt und in ihrer Leistungskette letztlich auch krisenfest sein soll. In das Konzept wurden Ansätze bestehender Regionalwährungen aufgenommen und neu mit Tauschkreisaspekten kombiniert. Näheres unter ReWiG München nachzulesen unter ReWiG München.
Carsten Essig hat uns noch etwas mit Kino der besten Art verwöhnt, nämlich mit einem engagierten Filmbericht: „Karl-Ludwig Schweisfurth – Handgemachte Lebensmittel in ökologischer Qualität“. Der Film und das Interview können hier gefunden werden: http://www.seventh-generation.de/projekte/europa/deutschland-k-l-schweisfurth.html
Pausen wurden zu regem Austausch in Gesprächen genutzt
Ich danke Hannelore Zech und Carsten Essig für die Organisation sowie Christiane Lüst für die Gastfreundschaft und das Tagungscatering im Öko & Fair, Gauting, Tel.: 089/89311054, www.oeko-und-fair.de, Berengariastraße 5 (hinter dem Sommerbad), 82131 Gauting
Georg Huber